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Stadtinformationen  | 5 Stadtchronik St. Anna in Verl im Jahr 1959 St. Maria Immaculata in Kaunitz um 1970 1838 Der Kanton Neuenkirchen wird aufgelöst und dafür der Kanton Verl neu gebildet; ihm gehören nun die Gemeinden Verl, Bornholte, Sende, Liemke und Österwiehe an. Verwaltungssitz wird das Dorf Verl. Die „Eingesessenen“ erwerben ihren bescheidenen Lebensunterhalt mit der Landwirtschaft und dem Spinnen von Garn. 1842 Die von Friedrich Ludwig Tenge begründete Holter Eisenhütte nimmt den Betrieb auf. Sie ist das erste große im Amt Verl gelegene Unternehmen. 1843 Aufgrund der Landgemeindeordnung vom 31. Oktober 1841 erhält der Kanton Verl mit Wirkung vom 26. Mai 1843 die Bezeichnung „Amt“. 1848 Große Not veranlasst die Verler Bauern, vor ihren Gutsherrn Friedrich Ludwig Tenge nach Barkhausen zu ziehen, um eine Minderung der von ihm geforderten Abgaben zu erwirken. Um Wirtschaft und Handel zu beleben, wird zusätzlich zu dem Jahrmarkt nach Mariae Himmelfahrt (15. August), später „Verler Leben“ genannt, ein zweiter „Vieh-, Hanf- und Flachsmarkt“ am Donnerstag nach Allerheiligen (1. November) genehmigt; er wird später „Verler Tod“ heißen. Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Neu geregelte Besitzverhältnisse, eine gezielte staatliche Förderung sowie neue Verfahren und Hilfsmittel begründen einen Aufschwung der Landwirtschaft und der damit verbundenen Gewerbe im Amt Verl. 1901–1903 Die Teutoburger-Wald-Eisenbahn-Gesellschaft baut die Eisenbahnstrecke Gütersloh-Verl-Kaunitz-Hövelhof. Am 18. April 1903 findet die Eröffnungsfeier statt. Am folgenden Tag nimmt die TWE ihren Betrieb auf. Damit erhält das Amt Verl einen unmittelbaren Anschluss an die wirtschaftlich wichtige Bahnverbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Hannover. 1907–1909 Das katholische St.-Anna-Hospital wird errichtet und feierlich eingeweiht. Die treibende Kraft ist Pfarrer Ferdinand Kühlmann. Kranke, Alte und Gebrechliche aus dem Amtsgebiet können nun in der Nähe ihrer Familien von den geschulten Franziskanerinnen aus Olpe gepflegt werden. 1938 In die Zeit des Nationalsozialismus fällt das 100-jährige Bestehen des Amtes Verl. Für das Amt und die Gemeinden werden aus diesem Anlass zum 1. Juli Wappen eingeführt. Das Amtswappen bildet das Vorbild für das heutige Gemeindewappen. Die vier Eichen darin beziehen sich auf die althergebrachte Deutung des Namens Verl als „vier Wälder“. Weil diese Deutung in jüngerer Zeit in Frage gestellt worden ist – stattdessen wird „der weit weg liegende (‚ver‘) Wald (‚lo‘)“ im Sinne von „abseits gelegen“ oder „abgelegen“ vorgeschla


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