Page 19

Verl_50_03

Stadtinformationen  | 17 Verl – Einst und jetzt Verl, Hauptstraße auf der Höhe der Sender Straße, um 1960 (vom Haus Sender Str. 1 aus gesehen) Gleich drei historische Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert gingen 1962 unter: das Geschäftshaus Strat(e)steffen, die holzverkleidete alte Küsterei – das erste Schullokal des Dorfes – und die alte Vikarie. Sie mussten für eine Begradigung der Hauptstraße an dieser Stelle weichen, mit der auch eine Verlegung des Kühlmannwegs nach Süden verbunden war. Entlang der neuen Baufluchtlinie entstand mit dem neuen Geschäftshaus Strat(e)steffen und der sich anschließenden neuen Küsterei eine ungleich kompaktere Bebauung mit städtischer Anmutung. Planvoll angelegt, läuft die Fürstenstraße in Kaunitz geradewegs auf die St.-Maria-Immaculata-Kirche zu. Ihre Stiftung durch die Grafen von Kaunitz-Rietberg im 18. Jahrhundert ließ das Dorf (Neu-)Kaunitz entstehen. Neben der Kirche bildeten später die Markthalle und die neue Volksschule, die beide in der Mitte der 1960er Jahre fertig gestellt wurden, weitere Sehenswürdigkeiten des Dorfes, das Kaunitz, um 1970 Verl, Hauptstraße auf der Höhe der Sender Straße, 2015 (vom Haus Sender Str. 1 aus gesehen) Kaunitz, Kirche und Fürstenstraße, 2015 außerdem von mehreren großen Gastwirtschaften geprägt war. Eine davon war das Haus Nordbrock an der Fürstenstraße, dessen Gebäude mit dem gestuften Giebel noch heute unverkennbar ist. Dennoch hat sich das Straßenbild stark verändert: Bäume und Hecken mussten für die Anlage von Kanalisation und Bürgersteigen Platz machen, der harmonische Eindruck ist verlorengegangen.


Verl_50_03
To see the actual publication please follow the link above